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Spe­di­ti­on Weiss setzt ganz auf Si­cher­heit

Autor: muelders 02.04.2019

190402 Spe­di­ti­on Weiss setzt ganz auf Si­cher­heit

Seit Montag hat die Spedition Weiss den ersten von demnächst fünf hochmodernen Fahrzeugen auf den Straßen Europas im Einsatz.

VON STEFAN MÜLDERS
HEILIGENHAUS Außer, dass er in der Frühlingssonne noch in nagelneuem Glanz erstrahlt, sieht der neue LKW der Heiligenhauser Spedition Weiss aus wie jeder andere auf dem Hof: Groß, weiß und mit dem inzwischen gut bekannten, vor Jahren von Gesamtschülern entwickelten Marketing-Aufdruck „Weiss ist das neue Grün". Aber das Gefährt hat noch mehr in sich als nur die 450 PS starke Maschine. Voll gestopft mit modernster Technik bietet es in Punkto Sicherheit alles, was der Markt derzeit zu bieten hat.

Exklusiver Abbiegeassistent von Mercedes

Der neuste Clou ist dabei der ausgefeilte Abbiegeassistent, den es derzeit nur von Mercedes gibt. „Anders als bisherige Systeme, die nur den Bereich des vorderen Radkastens erfassen, beobachtete unser Radarsystem ‚Active Brake Assist 4' auch den kompletten Seitenbereich samt Anhänger", erklärt Andreas Engeleiter aus der Mercedes-Benz-Niederlassung in Wuppertal. Dort hat die Spedition nicht nur diesen sondern noch vier weitere Leasing-Fahrzeuge bestellt, die im Laufe des nächsten halben Jahres ausgeliefert werden. „Dabei wird der Bereich neben, vor und hinter dem Fahrzeug auf einer Fläche von rund 32 Quadratmetern überwacht und bietet so höchstmögliche Sicherheit beim Abbiegen." Zum System gehört auch der bewährte Notbremsassistent mit Fußgängererkennung. Dieser sorgt für rechtzeitiges Bremsen bei fahrenden oder stehenden Hindernissen – verhindert damit auch die klassischen schweren Unfälle durch ungebremstes Auffahren auf das Stauende – und reagiert bei Geschwindigkeiten bis 60 Stundenkilometern auch auf Fußgänger. „Der Assistent löst aus, sobald sich ein Fußgänger in Bewegung findet. Die größte Schwierigkeit in der Technik liegt darin, am Rand außerhalb des Fahrbereichs stehende Personen ebenfalls zu erkennen aber nicht zu reagieren", erklärt Engeleiter weiter. Darüber hinaus verfügt das Fahrzeug über Spurhalteassistent, ESP und Airbag inklusive Gurtstraffer für den Fahrer. Auch das ist in LKW noch nicht unbedingt üblich. Eine weitere absolute Neuerung ist „Uptime": Das Fahrzeug meldet eigenständig Wartungsintervalle, Defekte und kritische Defekte an den Fahrer und in ausführlichem Fließtext an die Fahrzeugparkleitung und wenn nötig direkt an die Werkstatt. „Die komplexer werdende Technik schränkt den Fahrer in seinen Reparaturmöglichkeiten immer weiter ein. Darum braucht es entsprechende andere Systeme, die die Betriebsfähigkeit und Langlebigkeit des LKW sicherstellen."

Die Spedition Weiss ist sich ihrer Verantwortung für Sicherheit und Umwelt bewusst

Die Weiss-Geschäftsführer Ralf Petersen und Stefan Sauer freuen sich über den neuen LKW, der nur der erste für die gesamte Flotte ist, die im Zuge des Leasing-Austauschs alle vier Jahre erneuert wird. „Als Logistiker ist der Straßenverkehr unser täglich Brot", sagt Petersen. „Darum müssen wir da auch mit der nötigen Sorgsamkeit und Verantwortung herangehen." Neben der Sicherheit spielen für die Spedition auch Umweltthemen immer eine große Rolle, die die neuen Fahrzeuge selbstverständlich auch erfüllen. Nach Angaben von Andreas Engeleiter ist der jetzt ausgelieferte LKW der erste, der die neue Euro6d-TEMP-Norm erfüllt. Hierfür werden die Verbrauchswerte eines Fahrzeugs nicht mehr auf dem Prüfstand sondern im fließenden Verkehr getestet. „Durch das Leasing der Fahrzeuge haben wir als Spedition viele Vorteile", erklärt Sauer. „Wir können immer auf die neueste Technik in Sachen Umwelt und Sicherheit zurückgreifen, bekommen den Service direkt vom Hersteller und unsere Fahrer werden in der Fahrzeugüberwachung bestmöglich unterstützt." Auch das sei wichtig, da es aufgrund des Fahrermangels in der Branche auch immer mehr Quereinsteiger gibt, die dann zumindest im technischen Know-how etwas entlastet werden.

Zahlen, Daten und Fakten

Fuhrpark Die Spedition Weiss verfügt über 18 Motorwagen, darunter zwei Sattelschlepper, und zwölf Anhänger.
Fachkräfte Insgesamt sorgen 22 Fahrer dafür, dass die Touren ordnungsgemäß abgewickelt werden können.
Engagement Die 1937 gegründete Heiligenhauser Spedition bemüht sich um Umweltschutz und Sicherheit. Außerdem setzt sich im Rahmen von Schulkooperationen auch im Bildungsbereich ein.

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