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Wassersportmesse: Neue Verantwortung, bewährte Konzepte

Autor: muelders 15.03.2019

Haupt-Messestand der DLRG in Halle 14. (Foto: Michael Scheich)

Auf der 50. „boot" in Düsseldorf war für die DLRG Vieles wie immer. Neue Besen gab´s in der Organisation im Hintergrund.

Der neue Projektleiter Ralf Gietz. (Foto: Stefan Mülders) Eigentlich war auf der „boot" in diesem Jahr alles wie immer: Ein Stand in Halle 14, ein weiterer in Tauchhalle 3, programmatische Mitgestaltung im Aktionsbecken und auf der Bühne am Tauchturm und die Stellung der Beckenwache für die gesamte Messezeit. Und dann war doch was anders: mit Ralf Gietz war ein neuer Projektleiter an Bord und die Organisation des Tauchstandes hatte erstmals Thomas Wüstnienhaus zu verantworten. Dank der bewährten Teams – wie zum Beispiel Standleiter Andreas Pollak oder Standbauer Martin Preuß – lief aber alles gewohnt gut und gelungen ab.
Nobbi war (fast) überall dabei – wie hier nach dem Motto „Eine Seefahrt die lustig…“ (Foto: Michael Scheich)„Ich habe die gesamte Organisation im vergangenen Jahr beobachtet und trotz des Gefühls einer Herausforderung in diesem Jahr dann die Projektleitung übernommen", sagt Gietz, der seine langjährige Erfahrung als IT-Projektleiter mit in die ehrenamtliche Aufgabe hineinbringt. „Aus meiner Sicht ist die Vorbereitung sehr gut gelaufen. Sicher gibt es immer kleinere und größere Hürden, die es zu beseitigen gilt, aber dafür ist das gesamte Team auch erfahren genug." Vier gemeinsame Treffen hatte es im Vorfeld gegeben, dazu zahlreiche Telefonate und Messenger-Nachrichten, nicht nur in der eigens angelegten Gruppe. Insgesamt waren allein an den beiden Ständen und für die Beckenwache 64 Personen ehrenamtlich im Einsatz auf der Messe, das Jugend-Einsatz-Team (JET) Bochum-Süd mit Vorführungen im Aktionsbecken kam noch obendrauf.

Das JET Bochum-Süd war wieder für die Rettungsvorführungen am gut besuchten Aktionsbecken verantwortlich. (Foto: Michael Scheich)

Petition

Die als Online-Petition mit entsprechend dramatisch anmutendem Video gestartete Kampagne „Rettet die Bäder" gegen das Bädersterben spielte auch auf der diesjährigen „boot" für die DLRG eine große Rolle. Wann immer möglich wurde in Gesprächen auf die Petition aufmerksam gemacht und auf vorbereiteten Listen weitere Unterschriften gesammelt. Aus Sicht der Standbesatzung ein voller Erfolg, denn so kamen bereits am ersten Messetag über 250 und bis zum letzten fast 1800 weitere Unterzeichner hinzu und es konnten viele tiefergehende und aufklärende Gespräche geführt werden – auch ohne Video im Hintergrund.

Tauchhalle

Tauchstand in Halle 3 (Foto: Stefan Mülders) Der Tauchstand in Halle 3 präsentierte sich nicht nur an einem neuen Platz in unmittelbarer Nähe zum Tauchturm, sondern auf rund 50 Quadratmeter vergrößert und damit auch in einem etwas neuen Outfit. Mit bewährtem Team aber neuer Standleitung konzentrierte sich das inhaltliche Konzept auch in diesem Jahr wieder auf „Arbeiten unter Wasser". Demonstrationsobjekte waren diesmal Dichtkissen für Rohrleitungen, sogenannte „Blasen". Mit ihnen können vor allem bei Hochwasserlagen oder Leckagen unter Wasser betroffene Leitungssysteme vorübergehend abgedichtet werden. Zumindest fotografisch dargestellter weiterer Schwerpunkt war die Schlauchversorgung bei Vollmasken. Tauchstand-Leiter Thomas Wüstnienhaus mit einer Auswahl Vollmasken. (Foto: Stefan Mülders) „Viele denken, dass das nur mit Tauchhelmen möglich ist, aber wir zeigen auf den Fotos aus Lehrgangssituationen die anderen Optionen", sagt Thomas Wüstnienhaus, der als Standleitung die Nachfolge von Karola Roolf übernommen hat. Dem Thema entsprechend waren einige Varianten der Vollmasken ausgestellt. Aus Kapazitäts- und Kostengründen war eine Beteiligung am Programm im Tauchturm nicht möglich, aber mehrfach präsentierten sich die Taucher der DLRG auf der Bühne und luden wie gewohnt zu Expertentalks ein. „Der Besucherstrom hätte verglichen mit bisherigen Jahren besser sein können, aber die Qualität der Gespräche ist richtig gut."
Karola Roolf wurde übrigens noch während der Messe in würdigem Rahmen verabschiedet. Das Team überreichte ihr vor zahlreichen Gästen aus der Halle einen Bildband mit Fotos aus ihrer Zeit als Standleitung.

Stefan Mülders

Besucherzahlen gestiegen

Die Verantwortlichen der Messe Düsseldorf zeigten sich mit der 50. „boot" sehr zufrieden. In ihrer Abschlussmitteilung präsentierten sie die Zahlen dieser Messe. Mit fast 2.000 Ausstellern aus 73 Ländern auf 220.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche setzte die boot 2019 eine neue Bestmarke. Fast 250.000 Wassersportler (boot 2018: 247.000 Besucher) reisten aus über 100 Ländern nach Düsseldorf.

Quelle: Messe Düsseldorf

Erschienen im Lebensretter Nordrhein, Ausgabe 1/2019.

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