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120217 KSV schwimmt auf der Erfolgswelle

 

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Die Kevelaerer Wasserballer ernten derzeit die Früchte jahrelanger Arbeit. Die erste Mannschaft steht vor dem zweiten Aufstieg in Folge. Das Erfolgsrezept: eine gute Mischung aus eigenen Talenten, Sportlern aus der Region und erfahrenen Spielern, die seit den Gründungstagen dabei sind.
VON STEFAN MÜLDERS
KEVELAER Wasserball ist eine Sportart, die im Kreis Kleve nicht verbreitet ist. Die einzigen beiden Mannschaften, die im Ligabetrieb aktiv sind, stellt der Kevelaerer SV. Und weil diese Art Wassersport hierzulande kaum gespielt wird, ist sie auch wenig bekannt. Doch die Zahl der Zuschauer im Kevelaerer Hallenbad wird von Mal zu Mal größer - die Erfolge der Wasserballer sprechen sich herum.
Die erste Mannschaft hat vergangene Saison den Aufstieg in die Rhein-Wupper-Liga geschafft. Und derzeit sieht es so aus, als wäre diese Liga nur eine Durchgangsstation. Das Team von Trainer Jens Kohnert führt derzeit auch diese Liga an und hat die Chance auf den Sprung in die Verbandsliga.
Über Jahre hinweg haben die Mitglieder der Abteilung darauf hingearbeitet, Menschen für Wasserball zu begeistern. Inzwischen ernten sie den Erfolg. Der Verein freut sich über regen Zuwachs - sei es, weil im Laufe der Zeit eine Reihe von Eigengewächsen an die Seniorenteams herangeführt oder durch gut funktionierendes Internetmarketing Neugierige für diese Sportart begeistert werden konnten. Inzwischen haben auch Rückkehrer und Wiedereinsteiger im KSV wieder eine sportliche Heimat gefunden.
Es gäbe viele Geschichten über die Sportler und deren unterschiedliche Verbindungen zum Verein zu erzählen. Von solchen, die wegzogen, dem Verein aber stets treu blieben. Oder solchen, die sich nach ersten Schwimmversuchen in der KSV-Jugend zunächst in anderen Klubs weiterentwickelten, um nun mit ihrer Erfahrung wieder die erste Mannschaft zu unterstützen. Von den Menschen, die aus Verletzungsgründen ihren Sport aufgaben, oder denen vom Arzt „Bewegung“ verschrieben wurde, und die beim Wasserball in Kevelaer eine Alternative fanden.
Möglicherweise werden auch noch Geschichten geschrieben von denjenigen, die des Erfolges wegen für die Marienstadt ins Wasser steigen - aber das ist noch eher das Wunschdenken Einzelner.
Louis und Tom Winkels zum Beispiel verbindet mehr als die selbe Familie: die Brüder, von Vater Karl an den Sport herangeführt, begannen in der Jugend des KSV ihre Karriere. Der freundschaftliche Kontakt des Vereins zu Ligakonkurrent Bayer Uerdingen eröffnete beiden die Möglichkeit, in deren Nachwuchsteams professionelles Training und Erfahrung im Ligabetrieb bis in die deutsche Spitze zu bekommen. Die Jungs entwickelten sich mit Ehrgeiz weiter und feierten Erfolge. Mit dem Einstieg ins Seniorenalter aber entschied sich zunächst Louis und ein Jahr später auch Tom für den Weg zurück nach Kevelaer. Der Aufwand für Training und Spiele wäre anderswo ungleich höher gewesen.
Inzwischen sind beide treibende Kräfte im Angriffsspiel des KSV. Gemeinsam mit Torwart Lars van Mill, Bruder Jan, Ben Weynhoven und Tobias Ritgens bilden sie den „jungen Teil“ der erfolgreichen ersten Mannschaft. Sie alle haben vor Jahren in der KSV-Jugend begonnen.
Zur Mannschaft gehören aber auch erfahrene Spieler, die das Team vor mehr als 20 Jahren gegründet haben und immer noch in der Lage sind, mitzuhalten. Nicht zu vergessen diejenigen aus dem Umland - etwa aus Straelen, Alpen, Weeze, Louisendorf, Kalkar, Bedburg-Hau und Well. Den Unterbau bildet seit zwei Jahren die zweite Mannschaft, in der Spieler an die erste herangeführt werden und die dem Nachwuchs Spielpraxis geben sollen. Aber auch für diejenigen ist Platz, die kürzer treten und den Spaß erhalten wollen.

Start mit den Schwimmern
KEVELAER (stemu) Es war Mitte der 1980er Jahre, als der damalige Kevelaerer Schwimmmeister Lambert Köhler eine kleine Gruppe Schwimmer um sich versammelte. „Wir könnten doch mal etwas anderes machen und mit Bällen im Wasser auf Tore werfen“ - so ähnlich ist seine kurze Ansprache von damals überliefert.
Einige derjenigen, die damals begannen, im KSV Wasserball zu spielen, sind heute noch Bestandteil der Mannschaft. Nach und nach wurden weitere Spieler gewonnen, auch aus Reihen der DLRG. Wenige Jahre später reifte der gemeinsame Entschluss, mit Beginn der Saison 1989/1990 in den Ligabetrieb des Bezirks Wuppertal einzusteigen.
Es wurden erste Turniere zur Vorbereitung gespielt und Freundschaftsspiele ausgetragen. Dabei gab es zunächst ordentlich was auf die Mütze: Niederlagen mit mehr als 20 Toren Unterschied waren keine Seltenheit. Aber mit der Spielpraxis kam auch der Erfolg.
Ende der 90er Jahre ging dann die erste Internetseite der Wasserballer an den Start. Die sorgte im Laufe der Zeit für Zuwachs aus dem gesamten Kreisgebiet - so fanden auch Spieler den Weg in die Marienstadt, die in jüngeren Jahren auch in höheren Ligen zu Hause waren. Parallel dazu wurde die Schwimmabteilung durch die Wasserballer „wiederbelebt“, sie war zwischenzeitlich zum Erliegen gekommen. Ziel war es, aus dieser Arbeit heraus auch Nachwuchs für die Wasserballer heranzuziehen. Schon wenige Jahre später konnte das Jugendtraining begonnen werden, das schon einige Mitspieler für die Seniorenmannschaften hervorgebracht hat.



Autor: Muelders -- 04.04.2012; 23:55:21 Uhr

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