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111022 Vodafone bildet selbst aus

 

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Von Stefan Mülders

RATINGEN In der „Langen Nacht der Industrie“ werden ganz normale Bürger eingeladen, Einblicke in Firmenbereiche zu bekommen, die sonst nur dem Personal vorbehalten sind. Auch Vodafone Deutschland in Ratingen beteiligte sich und gab in Führungen und Vorträgen ein Teil dessen preis, was sich hinter dem Mobiltelefon verbirgt. „Industrie ist heutzutage mehr als das, was man sich landläufig darunter vorstellt“, sagt Ralf Gawlyta, Regionalleiter Technik. „Insbesondere in der Informationstechnologie ist es nicht einfach, klar zu machen, was wir tun. Darum haben wir uns entschieden, uns an dieser Nacht zu beteiligen: wir wollen den Nutzen der Technologie vermitteln.“ In seinem Vortrag erklärte er den Interessierten, die mit Shuttle-Bussen zu den einzelnen Unternehmen befördert wurden, das Zusammenspiel von Mobilfunkantennen, Basisstationen, Glasfaserkabeln, Richtfunk und Vermittlungsstationen. Den Besuchern wurde klar, warum ein so dichtes Netz von Antennen notwendig ist: Dort, wo viele Menschen telefonieren, muss es viele Antennen geben und dort, wo weniger telefoniert wird, werden eben weniger Anlagen benötigt. Auch über die neueste Mobilfunktechnik LTE wusste Gawlyta einiges zu berichten, immerhin ist persönlich im Unternehmen dafür verantwortlich. Die Technik ist deutlich schneller als DSL, bisher aber nur für Computer verfügbar. „Die ersten Smartphones dafür kommen frühestens zum Weihnachtsgeschäft heraus.“ Aber selbst das sei noch nicht sicher.

Im Anschluss ging es in die Vermittlungsstelle, die für die korrekte Datenweiterleitung sorgt. Dabei wurde unter anderem deutlich, dass die „Christel von der Post“ irgendwie doch noch nicht so ganz verschwunden ist. Zwar wird nicht mehr jedes einzelne Gespräch durch Umstecken von Kabeln vermittelt, aber irgendwie erinnern auch heutige Gerätschaften noch an dieses alte Prinzip. Nur sind die Kabel dünner geworden und die Technik wesentlich umfangreicher. Erstaunt zeigten sich einige, wie viel Aufwand notwendig ist, um alleine den Betrieb der für Telefonie und Datentransfer notwendigen Technik sicher zu stellen. Zahlreiche Batterien halten im Ernstfall die Server bis zu vier Stunden aufrecht – meist aber springt nach wenigen Minuten das Notstromaggregat ein. Dazu ein zuverlässiges Brandsicherheitssystem und große Klimageräte, um die Serverräume nicht zu heiß werden zu lassen.

Der Fachkräftemangel in der deutschen Industrie ist mit ein Grund für die „Lange Nacht der Industrie“. Bei Vodafone hat man da noch keine Probleme, weiß aber um die prekäre Lage. „Wir haben zurzeit keinen Mangel, doch der Markt wird immer enger“, sagt Ralf Gawlyta. Darum wird bei Vodafone in großem Stile selbst ausgebildet. Konzernweit sind nahezu alle Berufe zu finden, aber zu 60 bis 70 Prozent arbeiten Ingenieure in dem Unternehmen.

 

Vodafone Deutschland -Region West

In der Vodafone Region West sind insgesamt 1.800 Menschen beschäftigt, 1.400 davon arbeiten in Ratingen. Ein Großteil davon arbeiten in der Kundenbetreuung, „nur“ 120 in technischen Bereichen. Seit 2009, mit Übernahme von arcor, gehört auch die Festnetzsparte zum Portfolio des Mobilfunkunternehmens. Neueste Produkte sind iptv und die schnelle mobile Datentechnik LTE.



Autor: Muelders -- 26.12.2011; 15:07:34 Uhr

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Anno 1995: Ein junges Landei macht sich nach erfolgreichem Abitur und engagiertem Zivildienst im örtlichen Krankenhaus auf den Weg in die urbane Welt. Ziel ist der Studienbeginn an der Deutschen Sporthochschule in Köln. Noch während der ersten Semester ... mehr

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